Die Studie von Thomas Richter und Ruben Seiberlich heisst «Real Estate Agents, Incentives, and Transaction Prices: Evidence from Switzerland» (deutsch: «Immobilienmakler, Anreize und Transaktionspreise: Evidenz aus der Schweiz»).
120'000 Franken Unterschied bei derselben Immobilie
Für dieselbe Liegenschaft weichen die Maklerschätzungen im Schnitt um über 180'000 Franken ab, im Median um 120'000.
Bewertet wurden dabei schon die drei geeignetsten, vorausgewählten Makler.
Der tatsächliche Verkaufspreis lag im Schnitt 14,4 Prozent über der tiefsten Schätzung. Wer sich an ihr orientiert, verschenkt diese Differenz.
Die Maklerwahl treibt den Preis
Verantwortlich ist laut Studie das Verhalten der Makler.
Wo lokal wenig Konkurrenz herrscht, fallen die Bewertungsunterschiede grösser aus. Reine Bewertungsunsicherheit erklärt sie kaum.
Anreize zahlen sich aus
Verträge mit stärkerer Erfolgsbeteiligung gingen mit höheren Verkaufspreisen einher, deutlich oberhalb von zehn Prozent Beteiligung.
Deckungsgleich mit Bestag
Die drei geprüften Punkte entsprechen dem Vorgehen von Bestag:
- Makler datenbasiert auswählen
- den Wert über mehrere Modelle bestimmen
- den Vertrag auf einen höheren Preis ausrichten
Die Studie belegt jeden davon.
Die Autoren betonen: Die Ergebnisse sind korrelativ. Sie stützen den Ansatz, ohne einen Kausalbeweis zu liefern.
*Quelle: Richter, T. & Seiberlich, R.: «Real E...
